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Kreativer Geist in alten Mauern

Datum: 10.09.2021

Kreativer Geist in alten Mauern

Videobummel im alten Puschkin-Gymnasium Hennigsdorf auf dem Weg ins neue KreativWerk

Wenn alte Gemäuer reden könnten… Also das alte Puschkin-Gymnasium in Hennigsdorf hätte wohl eine Menge zu erzählen am Tag des offenen Denkmals am 12.09.2021. Über die spannende Vergangenheit seit 1926, aber auch über die baulärmende Gegenwart und vor allem auch über die kreative Zukunft. Denn hier entsteht gerade das neue KreativWerk, die neue Heimstatt für alle kreativen Köpfe als Gewerbezentrum, aber auch für die wissenschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung des Life-Science-Standortes Hennigsdorf. Das KreativWerk als Ort von startups und neuen Ideen wird auch soziokulturelles Zentrum, in dem junge Kreative sich anspruchsvoll entfalten können. Eröffnet werden soll es 2023, bis dahin wird das KreativWerk denkmalgerecht saniert.

Denn das ehemalige Gymnasium ist ein eher unscheinbares, aber doch offizielles Denkmal im Kreis Oberhavel und passt in seiner zurückhaltenden Erscheinung wunderbar zum diesjährigen Motto des Denkmaltages: „Sein & Schein“. Es geht einerseits um Illusionen und Täuschungen in Kunst und Architektur und andererseits um die Originalität von Denkmalen. Längst nicht alle Denkmale lassen sich auf den ersten Blick als solche erkennen, genau wie das alte Gymnasium und künftig neue KreativWerk.

In dem Video zum Tag des offenen Denkmals führt Bürgermeister Thomas Günther bei einem Rundgang durch das historische Gebäude. Die Zuschauerinnen und Zuschauer sind beim Baustellenbummel mittendrin und sehen zwischen alten Klassenräumen und dem Treppenhaus, wo in dem Denkmal einmal die Zukunft gestaltet wird. Sie begegnen interessanten Protagonisten, wie einem ehemaligen Lehrer, der in der Schule vor über 50 Jahren seine erste Physikstunde gegeben hat oder auch einem ehemaligen Schüler, der heute stolzer Bauleiter des Projektes ist.

Es wird in dem Video auch an die glorreichen Zeiten der Schule erinnert, deren Einweihung 1926 ein präsentes Zeugnis des Aufstiegs der Stadt in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war. An diese Vergangenheit werden auch nach der Sanierung das wiederhergerichtete alte Foyer der Schule und die charakteristischen Trinkbrunnen in dem Gebäude erinnern.

Vielen Hennigsdorferinnen und Hennigsdorfern, die in den vergangenen Jahrzehnten selbst das alte Puschkin-Gymnasium besucht haben, wird der Videobummel wie eine kleine Zeitreise in die eigene Vergangenheit und Jugend sein voller Emotionalität und Gänsehautmomenten.

Kommen Sie mit auf Baustellenbummel dorthin, wo die Zukunft Hennigsdorfs in alten Mauern bald ein neues kreatives Zuhause haben wird. Das Video wird zum Tag des offenen Denkmals ab 12.09.2021 online.

Aber auch auf ganz undigitale Art und Weise lässt sich am Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag steinerne Historie in Hennigsdorf entdecken. So öffnet die Alte Schmiede in der Berliner Straße 49 wieder für geschichtsinteressierte Besucher in der Zeit von 14 bis 18 Uhr. In dem ältesten erhaltenen Wirtschaftsgebäude der Stadt werden historische Werkzeuge und ein Schmiedeofen präsentiert aus einer Zeit, in der an dieser Stelle noch Pferde beschlagen und Kutschen repariert wurden. Dazu gibt es Live-Musik und es kann einem waschechten Schmied bei der Arbeit zugesehen werden. Der Eintritt ist kostenlos.