Inhalt

Staffelstab geht an Petra Simon

Datum: 05.12.2025

Jutta Benesch verlässt nach fast 40 Jahren Hennigsdorfer Rathaus und hat noch viele Pläne

Vor 38 Jahren kam Jutta Benesch als Beschäftigte zur Stadt Hennigsdorf. Sie war dabei, als die kommunale Selbstverwaltung 1990 das Laufen lernte und der erste städtische Haushaltsplan noch wie ein Wunderwerk aus Zahlen wirkte. Die studierte Diplombetriebswirtin bewahrte über die Jahrzehnte und zahlreiche Reformen hinweg, mit wachsenden IT-Anforderungen und neuen Herausforderungen an die Verwaltung als Kämmerin und Fachbereichsleiterin Service immer ihre vogtländische Entspanntheit.

Als Wahlleiterin sorgte sie seit 1994 dafür, dass immer alles reibungslos ablief. Seither wurden tausende Wahlhelferinnen und -helfer geschult, elektronische Wahlgeräte an- und wegen Rechtsbedenken wieder abgeschafft, Abwahlbegehren durchgeführt und Stadtoberhäupter bestimmt. „Ich habe meine Arbeit geliebt und bin immer gern ins Rathaus gekommen“, sagt die Mutter zweier Töchter rückblickend mit ein bisschen Wehmut. Doch der Stadt hält sie als Bewohnerin weiterhin die Treue.

Jutta Benesch, seit eineinhalb Jahren auch Stellvertreterin von Stadtoberhaupt Thomas Günther, wird zum Jahresende ausscheiden. Auch diese Position füllte sie mit Engagement aus und erfuhr Freundlichkeit und Offenheit in Vereinen oder Einrichtungen in der Stadt. „Es macht einfach Freude, zum Beispiel zu sehen, wie engagiert viele Menschen arbeiten und sich einbringen“, sagt sie in Richtung ihrer Nachfolgerin in diesem Amt.

Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, die am 2. Dezember 2025 einstimmig votierte, wird Petra Simon ab 1. Januar 2026 in diese verantwortungsvolle Position berufen. Sie möchte die Fußstapfen ihrer Vorgängerin gern ausfüllen. „Ich freue mich sehr und weiß ja aus meiner Zeit in Wustermark, wie vielfältig dieses Amt sein kann“, sagt die Hennigsdorferin. Bürgermeister Thomas Günther, der betont, wie gern er mit Amtsvorgängerin Jutta Benesch zusammengearbeitet hat, freut sich auf seine neue Stellvertreterin. „Frau Benesch hinterlässt tiefe Spuren und ich wünsche ihr vor allem Gesundheit und persönliches Glück“, streicht er heraus. Er sei aber sicher, dass die Zusammenarbeit mit Frau Simon ebenso reibungslos gelingen wird.

Wie auch ihre Amtsvorgängerin gehört die 60-Jährige zu den besonders anerkannten Persönlichkeiten innerhalb der Stadtverwaltung Hennigsdorf. Die Architektin ist seit 2018 in Hennigsdorf beschäftigt und konnte mit ihrem großen Fachwissen zuvor bereits in der Nachbarstadt Velten und Wustermark punkten. Seit 2023 übt sie die Fachbereichsleitung Stadtentwicklung aus und hat Einfluss auf alle planerischen und baulichen Vorhaben in Hennigsdorf. Sie bleibt ruhig, wenn es stürmisch wird und hat für jeden ein freundliches Wort. Kraft und Ruhe zieht sie aus ihrer Familie, aus Wanderungen und Reisen an die Ostsee.

Auch das verbindet die beiden Frauen. Jutta Benesch hat noch viele Pläne. Ihre Familie, die teils in den USA lebt, wird sich nun länger auf die Besuche der Grandma freuen dürfen. Auch dieses „Amt“ füllt Jutta Benesch mit besonderer Liebe und Herzblut gerne aus. Ihre Besonnenheit, Zuverlässigkeit und ihre qualitätsvolle Arbeit werden sehr fehlen.