Von Druck über Malerei bis zum Modell
Kreativausstellung schließt 650 Jahre Hennigsdorf würdig ab
Dass in den Hennigsdorferinnen und Hennigsdorfern über alle Generationen hinweg eine Menge Kreativität steckt, das zeigt nicht zuletzt der krönende Abschluss des 650er-Geburtstagsjahres der Stadt. Bis Ende Oktober konnten unter dem Motto „Hennigsdorf in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft“ Arbeiten eingereicht werden. Der Art des künstlerischen Ausdrucks waren dabei keine Grenzen gesetzt.
62 sehr unterschiedliche Arbeiten gingen in die Wertung ein. Eine Jury, bestehend aus Fachleuten in Sachen Kultur, Geschichte, Öffentlichkeitsarbeit und Kinderbetreuung untersuchte die nach den Kategorien Einzelpersonen, Kleingruppen bis fünf Personen und Teams ab sechs Personen eingegangenen Modelle, Grafiken oder Collagen, um die für die Ausstellung und Preisvergabe vorzuschlagen, die am meisten überzeugten und den Ausschreibungskriterien entsprachen. Über manches Detail wurde diskutiert, mancher Vorschlag verworfen, Ideen begriffen und bewertet, ehe alles feststand.
In der Kategorie Einzelpersonen konnte sich Karin Greisiger mit überzeugenden Arbeiten durchsetzen. Sie hatte aus verschiedensten Materialien Bilder gestaltet, gemalt und zusammengesetzt und dabei immer sehr persönlich den Blick auf die Stadtgeschichte und ihre Biografie gewahrt. Sie erhält einen 50-Euro-Gutschein für einen Restaurantbesuch in Nieder Neuendorf.
Die beiden Schülerinnen Lina Kutscha und Annabell Reich entwickelten ihre Zukunftsvision für junge Leute in Hennigsdorf und setzten neben einem Multiplexkino weitere kreative Vorschläge wie ein Parkdeck auf einem Hochhaus und der Stadtbibliothek in einem Turm mit Dachterrasse hoch über den Dächern der Stadt gestalterisch um. Ihre Anregungen für die Stadtplanung waren der Jury einen 50-Euro-Gutschein in einer großen Drogeriekette der Stadt wert.
Erzieher Eric Schultz und fünf Kinder konnten sich stellvertretend für die Teams ab sechs Personen weit vorn platzieren, weil sie nicht nur ihren Hort Pfiffikus nachgestalteten, sondern auch ihre Wünsche einfallsreich dazu packten. Aus Pappmaché entstanden Figuren, Spielgeräte, Bäume und vieles mehr. Diese Wünsche bedenkt die Jury immerhin mit einem Gutschein für einen großen Textildruck-Workshop im Hennigsdorfer KreativWerkR6. Zahlreiche andere Teilnehmende erhalten ebenso Preise und werden über die Abholmodalitäten persönlich informiert.
Von drei historischen Schriftrollen, die aus dem Stahl- und Walzwerk „Wilhelm Florin“ stammten und von Mädchen und Jungen der zehnten Klassen der Albert-Schweitzer-Oberschule neu gestaltet wurden bis hin zum Foto-Shooting in Tinte, Federzeichnungen von Schülerinnen und Schülern des Puschkin-Gymnasiums oder Collagen zu Hennigsdorfer Lieblingsorten von Regenbogen-Schülern über Montagen und Malereien zahlreicher Einzelbewerber reichten die vielfältigen Arbeiten. Eines steht am Ende des Jubiläumsjahres fest: Auch im 650. Jahr zeigt sich Hennigsdorf vielfältig und bunt.
Ein Querschnitt der Arbeiten ist von Montag, 8. Dezember, bis zum Freitag, 19. Dezember, im Rathaus Hennigsdorf während der Öffnungszeiten zu bestaunen. Vorbeischauen lohnt sich.