Schulklassen üben sich in Vielfalt und Akzeptanz
Die erste Schulwoche an der neuen Schule. Eine neue Chance als Klasse zusammenzuwachsen, miteinander und voneinander zu lernen, aufeinander aufpassen, neue Freunde finden, fürs Leben lernen. All das ist möglich, wenn wir neugierig aufeinander sind und uns vorurteilsfrei begegnen.
Alle siebten Klassen der beiden Oberschulen hatten in ihrer ersten Schulwoche die Gelegenheit, sich im Rahmen eines Vielfaltsprojektes aktiv als Klasse mit Vorurteilen auseinanderzusetzen. Denn eins ist sicher: Vorurteile haben wir alle, denn wir urteilen aus erlebten oder gehörten Erfahrungen und können trotzdem einer neuen Person die Möglichkeit geben, uns zu überraschen und unsere Vorurteile durch Begegnung aufzulösen.
Organisiert wurde dieses Projekt mit dem Team des Jugendclubs Conny Island, dem Stadtjugendkoordinator Johannes Otto und den Schulsozialarbeiterinnen der beiden Hennigsdorfer Oberschulen. Sich auszutauschen, kennenzulernen, offen zu sein und gemeinsam Ideen zu denken, das war das Ziel in dieser Zeit. 160 Mädchen und Jungen durchliefen das Angebot in dieser Woche.
Die Schülerinnen und Schüler überlegten in Kleingruppen, was an Ausgrenzung in und außerhalb der Schule passiert und brachten eigene Erfahrungen ein. Sie offenbarten mehrfach den Wunsch, an ihrer neuen Schule mobbingfrei lernen zu dürfen, erarbeiteten sich eigenständig Ursachen, warum Menschen ausgegrenzt werden.
Durch spannende Begegnungen und theaterpädagogische Übungen erlebten die Schülerinnen und Schüler, warum es sich immer lohnt, einander erst einmal kennenzulernen und dass Anderssein ganz normal ist und alle bereichern kann. Es ist allen Klassen nur zu wünschen, sich diesen Grundgedanken im Klassenzusammenhalt zu bewahren.