Mehr als eine Million Euro für Nord
Hennigsdorfer Stadtteil erhält in den nächsten Jahren große Frischekur
Gute Stimmung herrscht in der Hradeker Straße 11a in Hennigsdorf Nord eigentlich immer. Viele Gruppen treffen sich, das Quartiersmanagement berät fragende Bürgerinnen und Bürger und alle Protagonisten im Kiez. Nun schaute auch der Brandenburger Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Detlef Tabbert, vorbei. Nicht ohne einen großen Scheck mitzubringen. Er übergab symbolisch 1,167 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln aus dem Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Zu allen Investitionen kommt künftig ein Drittel städtische Gelder hinzu.
Detlef Tabbert, Minister für Infrastruktur und Landesplanung sagt: "Dank der guten Verkehrsanbindung gehört Hennigsdorf zu den wachsenden Kommunen im Land. Der Stadt ist es gut gelungen, verschiedene Förderprogramme zu kombinieren. Ein gutes Beispiel dafür ist das Kreativwerk II, dass mit EU-Fördermitteln und Städtebaufördermitteln gefördert wurde. Mit den Fördermitteln konnte auch die Innenstadt aufgewertet werden. Seit 2023 unterstützen wir die Aufwertung des Wohnquartierts Hennigsdorf Nord, um den Stadtteil attraktiver für die Bewohnerinnen und Bewohner zu machen. Die bewilligten Fördermittel stehen unter anderem für die Umgestaltung von Grün- und Freiflächen in den Wohnhöfen und den Ausbau von Radwegverbindungen bereit."
Hennigsdorfs Bürgermeister Thomas Günther und die Fachbereichsleiterin für Stadtentwicklung, Petra Simon, nahmen den neuen Scheck entgegen. Nachdem die Wohnungsgenossenschaft Hennigsdorf (WGH) den Wohnhof 4 zwischen Rigaer Straße und Alsdorfer Straße saniert hatte, begann im Herbst die Neugestaltung des Wohnhofs 2 der Hennigsdorfer Wohnungsbaugesellschaft HWB an der Rigaer Straße. Dieser Wohnhof 2 wird zusätzlich über das KfW-Programm Natürlicher Klimaschutz in Kommunen für besonders biodiversitätsfördernde Maßnahmen unterstützt. Dafür erhielt die Stadt einen Zuwendungsbescheid im Oktober 2024 über 253.012,80 Euro. Neben neuen Wegen pflanzt die HWB essbare Sträucher, versetzt Spielgeräte in den Schatten und legt einen Trinkbrunnen an.
„In Nord leben 4.700 Menschen. Das ist etwa jeder sechste Einwohner unserer Stadt. Wir sorgen gemeinsam mit den beiden großen Wohnungsgesellschaften dafür, dass die Aufwertung des Stadtteils erfolgen kann und Nord lebenswert für alle Generationen ist und bleibt. Diese Gelder geben der Quartiersentwicklung, an der zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner mit ihren Ideen mitgewirkt haben, einen richtigen Schub“, freute sich Bürgermeister Thomas Günther. Er dankte außerdem ausdrücklich der HWB und WGH für ihr Engagement in Nord.
Petra Simon berichtete von den bevorstehenden Vorhaben. Das Quartiersentwicklungskonzept, das die Stadtverordnetenversammlung Hennigsdorf Ende 2023 beschlossen hatte, umfasst mehr als 90 Einzelmaßnahmen. Die Fördermittel sollen nun vor allem der „städtebaulichen Aufwertung des Areals der früheren Schwimmhalle dienen“. Der Abriss des alten Stadtbades und die Neugestaltung der Fläche seien die nächsten Schritte. „Mit dem Zuwendungsbescheid über 1,167 Millionen Euro wird die Finanzierung für uns nun darstellbar“, betonte Petra Simon.
Da sich das umfangreiche Vorhaben über mehrere Jahre erstrecken wird, dürfte auch Zeit zum Diskutieren sein. Denn die Stadtverordneten, das Quartiersmanagement und vor allem die Bewohnerinnen und Bewohner sollen einbezogen werden.