Silvester mit Böllern - Tradition folgt Regeln
Bereits im frühen 12. Jahrhundert setzten in China die Menschen Sprengstoffe als Knaller ein, Europa folgte im 14. Jahrhundert. Die Raketen und Böller, die das Jahresende für manche Party krönen, sollten noch im Mittelalter vor allem böse Geister vertreiben. Mancher wünscht sich die Rasseln, Trommeln und Trompeten von einst zurück, die dazu dienten, das Anliegen in heidnischen Zeiten zu realisieren.
Heute ist Pyrotechnik ein großer Wirtschaftszweig. Manche Zeitgenossen geben Tausende Euro aus, um zu böllern. Den Müll freilich lassen sie gern liegen. Abgesehen von der Geldverschwendung sind auch zahlreiche Mitmenschen, Tiere und die Umwelt nicht wirklich Fans der Knallerei. Von Brand- und Verletzungsgefahr, Feinstaub-Belastung und Lärm mal nicht zu reden, doch gelten auch in Hennigsdorf einige Regeln, die zu beachten sind.
So darf das Feuerwerk der Kategorie F2 zu Silvester nur zwischen 18 Und und 6 Uhr am Neujahrsmorgen in die Lüfte steigen. Zu berücksichtigen sind unbedingt Kirchen, Krankenhäuser, Kinder- und Altersheime sowie große Menschenansammlungen ab 50 Personen auf engem Raum. Abgebrannte Feuerwerksköprer und Verpackungen sollten anschließend entsorgt werden. Darauf verweist die städtische Ordnungsbehörde.
Im neuen Jahr dreht dann die Stadtservice Hennigsdorf GmbH wieder ihre Runden, um 170 Kilometer lange Touren zu fahren und vom Schmutz der Party zu beräumen. Staub, Böllerreste und Split wandern dann in die großen Staubsaugertüten. Für eine saubere Stadt können alle etwas tun.