Für ein Leben ohne Hürden
Schülerinnen und Schüler des Puschkin-Gymnasiums erforschen Barrieren im Alltag
Einen ganz besonderen „Tag Gemeinsam Anders“ erlebte die Klasse 8b des Hennigsdorfer Gymnasiums Alexander S. Puschkin. Unter diesem Motto erkundeten die Jugendlichen am 10. Juli 2025 in einem Selbstversuch, wie herausfordernd es für Menschen mit körperlichen Einschränkungen sein kann, sich im Alltag durch die Stadt zu bewegen. Ziel des Projekttages war es, das Bewusstsein für Barrierefreiheit zu schärfen und mögliche Verbesserungen für die Stadtplanung aufzuzeigen.
Gemeinsam mit dem Behindertensportverein „Un-behindert grenzenlos“ Oberhavel bauten die Schülerinnen und Schüler einen Rollstuhl-Parcours vor dem Gymnasium auf. Nach einer fachkundigen Einweisung durch Mario Helmecke vom Verein – übrigens gemeinsam mit seiner Frau Kerstin frisch gekürte Hennigsdorfer Stadtpreisträger - sowie Mitgliedern des Blinden- und Sehbehindertenverbands erkundeten die Jugendlichen mit Augenbinden und Taststöcken das Leitsystem auf dem Postplatz. Eine eindrucksvolle Erfahrung, die den Perspektivwechsel verdeutlichte.
Anschließend testeten die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen die barrierefreien Wege zu wichtigen Zielen wie Bahnhof, Einkaufszentrum, Schule und Conradsberg. Dabei konnten sie selbst erleben, wo noch Barrieren bestehen und Verbesserungen notwendig sind.
Unterstützt wurde das Projekt von der Behindertenbeauftragten der Stadt, Cornelia Behnke, der Stadtplanung, dem Sanitätshaus Seeger sowie dem Behindertenbeirat.