Bundestagswahl 2021

Bundestagswahl 2021

Bei der Bundestagswahl werden die künftigen Abgeordneten des Bundestages für einen Zeitraum von vier Jahren gewählt. Die letzte Wahl fand 2017 statt. Im Bundestag sind Abgeordnete der gleichen Partei in einer Fraktion zusammengeschlossen. Weitere Fragen zur Bundestagswahl finden Sie nachfolgend und auf der Seite der Bundestags

Welche Aufgaben haben diese Abgeordneten?

Der Bundestag nimmt im politischen System Deutschlands eine überaus wichtige Rolle ein: Die Volksvertreter (offizielle Bezeichnung: Mitglied des Bundestages, MdB) diskutieren und beschließen Bundesgesetze, wählen den Bundeskanzler und kontrollieren die Regierungsarbeit. Außerdem müssen sie die geplanten Ausgaben von Regierung und Verwaltung prüfen und billigen. 

Wie viele Abgeordnete umfasst der Bundestag?

598 Volksvertreter, laut Gesetz. Es könnten aber aufgrund von Überhangmandaten auch mehr sein. 

Wer von diesen 598 vertritt denn künftig meinen Ort in Berlin?

Wählen kann man nur diejenigen Kandidaten, die im eigenen Wahlkreis und auf der Landesliste einer Partei zur Wahl stehen. In jedem Wahlkreis kämpft eine Anzahl von Bewerbern um das Votum der Bürger. Der Kandidat mit den meisten Wählerstimmen zieht das Los für Berlin - er oder sie stellt zusammen mit den anderen siegreichen Direktbewerbern exakt die Hälfte der Abgeordneten im künftigen Bundestag, nämlich 299

Und die andere Hälfte ...?

... wird über die Landeslisten der Parteien in den Bundestag gewählt. 

Ich kann also mehr als nur eine Stimme abgeben?

Jeder Wähler hat eine Erst- und eine Zweitstimme. 

Welche Stimme ist wichtiger?

Die Zweitstimme. Sie regelt das Kräfteverhältnis im Bundestag. Wenn zum Beispiel Partei A 40 Prozent der Zweitstimmen erhält und die befreundete Partei B weitere 20 Prozent, haben A und B damit 60 Prozent der Sitze im Bundestag und somit eine Mehrheit für eine Regierungsbildung. 

Gibt es keine Stimme für die Wahl des Bundeskanzlers bzw. der Bundeskanzlerin?

Auch wenn der Begriff des "Spitzenkandidaten" oder "Kanzlerkandidaten" dies im Wahlkampf suggerieren könnte: Es gibt in Deutschland keine Direktwahl des Bundeskanzlers. Parteien wollen mit den Begriffen signalisieren, welcher Politiker aus ihren Reihen für das Amt des Regierungschefs (oder ein wichtiges Ministeramt) infrage kommt. Gewinnt die Partei eines solchen "Kanzlerkandidaten" allein oder in einer Koalition eine Mehrheit im Bundestag, dürfte diesem Spitzenbewerber der Kanzlersessel so gut wie sicher sein.
Daher der Slogan „Zweitstimme ist Kanzlerstimme“.