Partnerstädte

Städtepartnerschaften haben eine besondere Funktion: Sie sollen das Verständnis für andere Menschen und deren kulturelle Besonderheiten verbessern und damit einen Beitrag leisten, den europäischen Gedanken zu stärken und zu vertiefen.

Nach dem Ende der DDR kam es auch verstärkt zu deutsch-deutschen Städtepartnerschaften. Sie konnten wichtige Beiträge für die Begegnung und das Zusammenwachsen der Menschen in allen Teilen Deutschlands leisten.

Mit insgesamt vier Städtepartnerschaften leistet die Stadt Hennigsdorf einen wichtigen Beitrag zum Zusammenwachsen Europas. Einige entstanden bereits zu Zeiten der DDR und werden bis heute gelebt, zu zwei weiteren Gemeinden konnten nach der Wende Kontakte geknüpft werden.

Die Städtepartnerschaften werden in Hennigsdorf durch die Arbeitsgemeinschaft Städtepartnerschaft koordniert.

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  • Die älteste Partnerschaft besteht zur französischen Stadt Choisy-le-Roi . Sie entstand bereits am 2. Mai 1968 und feiert im kommenden Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Und diese Partnerschaft wird aktiv gelebt: Ein regelmäßiger Austausch von Schülern des Hennigsdorfer Gymnasiums mit der Partnerschule aus Choisy-le-Roi hat sich in den letzten Jahren wieder etabliert. Im kulturellen Bereich gibt es über die Musikschule Hennigsdorf und dem Conservatorium von Choisy-le-Roi herzliche Kontakte.

     

    Die Kommune, an der südlichen Peripherie der französischen Hauptstadt gelegen, hat ca. 41.500 Einwohner.

     

    Choisy-le-Roi

    Pl. Gabriel Péri
    FR - 94600 Choisy-le-Roi

    +33 1 48 92 44 44

    www.choisyleroi.fr

  • Wie intensiv eine Städtepartnerschaft gelebt wird, zeigte sich am Beispiel der tschechischen Stadt Kralupy nad Vltavou an der Moldau, knapp 20 Kilometer von Prag entfernt. Als während der Hochwasserkatastrophe im Jahr 2002 auch in Kralupy große Teile der Stadt unter Wasser standen, die öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Kindertagesstätten und Kirchengebäude betroffen waren, leistete die Stadt Hennigsdorf praktische und unkomplizierte Hilfe: Eine breit angelegte Spendenaktion, an der sich viele Hennigsdorfer Bürger, Unternehmen und Einrichtungen beteiligten, half der Partnerstadt und ihren Einwohnern, wieder Mut zu fassen zum Neuaufbau.

    Die Partnerschaft entstand schon zu DDR-Zeiten: Am 7. Oktober 1974 wurde ein Freundschaftsvertrag zwischen den damaligen Bürgermeistern unterzeichnet. Bis zur Hälfte des vorigen Jahrhunderts war Kralupy nad Vltavou ein bedeutungsloses Dorf. Erst durch den Bau der Eisenbahnstrecken in den Jahren 1850-52 wurde der industrielle Aufschwung angeregt, und aus dem Dorf erwuchs die Stadt, sie erhielt 1920 den Stadtstatus. Heute ist Kralupy eine Industriestadt mit überwiegender Chemie- und Lebensmittelindustrie und zählt rund 18.000 Einwohner.

    2016 jährte sich die Erneuerung des Partnerschaftsvertrages mit dem tschechischen Kralupy nad Vltavou. 1996 wurde im Rahmen der 1. Hennigsdorfer Festmeile die Städtefreundschaft bekräftigt  und fit für das neue Jahrtausend erklärt.

     

  • Bereits seit mehr als 20 Jahren besteht die Städtepartnerschaft zur Stadt Alsdorf in Nordrhein-Westfalen im Kreis Aachen. Herzliche und intensive bürgerschaftliche Beziehungen bestehen insbesondere auf sportlicher (Fußball) und kultureller Ebene. Beide Städte stehen vor ähnlichen strukturellen Herausforderungen. Hennigsdorf und Alsdorf haben mit Monostrukturen in der Montanindustrie zu kämpfen: in Hennigsdorf ist es die Stahlindustrie, in Alsdorf der Bergbau. Daher zeigen sich auch ähnliche Probleme und Erfahrungen im derzeitigen Strukturwandel. Alsdorf hat rund 46.000 Einwohner.

    Am 3.10.1991 wurde der Städtefreundschaftsvertrag unterzeichnet, am 17. Juni 1995 in eine gleichberechtigte Partnerschaft umgewandelt.

  • Unter dem Motto "Gemeinsam in Europa" wurde am 24. August 2012 die Beurkundung der jüngsten Städtepartnerschaft mit der polnischen Gemeinde Środa Wielkopolska innerhalb eines Festaktes im Saal der Stadtverordnetenversammlung feierlich gewürdigt. Seit 2006 bestehen freundschatliche Beziehungen mit der rund 330 km entfernten Partnerstadt.  Środa Wielkopolska ist eine Gemeinde im zentralen Teil der Woiwodschaft Großpolen, über 700 Jahre alt und vereinigt 57 Ortschaften. Als Hauptsitz des Schrodauer Kreises ist Środa Wlkp. die größte und einzige städtisch-ländliche Gemeinde mit insgesamt 22.500 Einwohnern.