Klimaschutz in Hennigsdorf

Klimaschutz in Hennigsdorf

Die Stadt Hennigsdorf arbeitet sehr erfolgreich, neben der langfristigen Sicherung einer stabilen Fernwärmeversorgung, an einem Klimaschutz-Programm, das einen wirkungsvollen Beitrag zur Kohlendioxid-Reduzierung und damit gegen die Klimaerwärmung leistet. Diese Aktivitäten gelten unter Experten im bundes- und landesweiten Vergleich als beispielgebend.

Hennigsdorfer Wärme zur Hälfte aus erneuerbaren Energien

Schon heute wird gut die Hälfte der Wärme in Hennigsdorf aus regenerativen Energieträgern erzeugt. Dafür sorgen u. a. ein modernes Biomasse-Heizkraftwerk, ein Bioerdgas-Blockheizkraftwerk sowie die 856 m2 große Solaranlage im Cohnschen Viertel, die allein rund 440 Wohnungen mit Wärme und Warmwasser versorgt.

Die Stadt verfügt über ein rund 50 Kilometer langes Fernwärmenetz, über das neben rund 9.500 Haushalten auch rund 70 Prozent der gewerblichen Nutzer und kommunalen Einrichtungen versorgt werden. Seit 1991 sind von den kommunalen Stadtwerken mehr als 65 Millionen Euro in den Bau, die Modernisierung und in die Effizienzsteigerung von Anlagen investiert worden.

Deutliche Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes

Durch den konsequenten Ersatz fossiler Brennstoffe in der Fernwärmeerzeugung in Verbindung mit gleichzeitiger Stromauskopplung (Kraft-Wärme-Kopplung) wird schon jetzt der Kohlendioxid-Ausstoß um ca. 17.400 Tonnen jährlich verringert. Die nahezu vollständige energetische Sanierung des Wohnungsbestandes reduziert den CO2-Ausstoß aktuell noch einmal um rund 5.400 Tonnen pro Jahr.

Perspektivisch konzentriert sich die Stadt Hennigsdorf bei ihren Klimaschutz-Anstrengungen darauf, besonders den CO2-Ausstoß der ortsansässigen Industriebetriebe zu senken. Neben der weiteren Optimierung bestehender Anlagen stellt dabei die Gewinnung, Speicherung und Nutzung der industriellen Abwärme über das Fernwärmenetz eine zentrale Aufgabe dar.

Für all diese Ideen sowie die Umsetzung sind die Stadtwerke Hennigsdorf GmbH als kommunales Unternehmen verantwortlich. Sie haben eine „integrierte Energie- und Klimastrategie“ entwickelt, die vom eigens eingerichteten Klima-Kompetenzzentrum wissenschaftlich begleitet wird.