Klimaschutz in Hennigsdorf

Klimaschutz in Hennigsdorf

 

Die Stadt Hennigsdorf arbeitet sehr erfolgreich, neben der langfristigen Sicherung einer stabilen Fernwärmeversorgung, an einem Klimaschutz-Programm, das einen wirkungsvollen Beitrag zur Kohlendioxid-Reduzierung und damit gegen die Klimaerwärmung leistet. Diese Aktivitäten gelten unter Experten im bundes- und landesweiten Vergleich als beispielgebend.

 

 

 


Pflegeleichte Alternativen zu Schottergärten

Einigen Grundstückbesitzern ist nicht bewusst, dass es viele Möglichkeiten zur Vorgartengestaltung ohne Steinanhäufungen gibt. Gerade die negativen Folgen von Schottergärten für Umwelt, Klima und Artenvielfalt können mit einfachen Mitteln verhindert werden. Alternativen zeigt zum Beispiel der Naturschutzbund (NABU) Deutschland e. V. auf - www.nabu.de


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Auf dem Weg zur klimaneutralen Fernwärmeerzeugung

Schon heute wird gut die Hälfte der Wärme in Hennigsdorf aus regenerativen Energieträgern erzeugt. Dafür sorgen u. a. ein modernes Biomasse-Heizkraftwerk, ein Bioerdgas-Blockheizkraftwerk sowie die 856 m2 große Solaranlage im Cohnschen Viertel.

Über ein rund 60 Kilometer langes Fernwärmenetz werden 9.500 Haushalte und gut 70 Prozent der gewerblichen Nutzer und kommunalen Einrichtungen mit Wärme versorgt. Von 1992 bis 2019 sind von den kommunalen Stadtwerken mehr als 80 Millionen Euro in den Bau, die Modernisierung und in die Effizienzsteigerung von Anlagen investiert worden.

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Projekt „Wärmedrehscheibe“ versetzt die kommunalen Stadtwerke zukünftig in die Lage, bis zu 80 Prozent klimaneutral erzeugte Fernwärme bereitzustellen.

 

Deutliche Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes

Die Stadt Hennigsdorf konzentriert sich bei ihren Klimaschutz-Anstrengungen besonders darauf, die in der ortsansässigen Industrie begründeten hohen CO2-Emissionen zu senken. Durch den konsequenten Ersatz fossiler Brennstoffe in der Fernwärmeerzeugung in Verbindung mit gleichzeitiger Stromauskopplung (Kraft-Wärme-Kopplung) kann seit Inbetriebnahme des Biomasse-Heizkraftwerkes in 2009 der Kohlendioxid-Ausstoß um etwa 30.000 Tonnen jährlich verringert werden.

 

Fernwärmenetz als Drehscheibe

Mit großer Mehrheit wurde am 15. März 2015 in der Stadtverordnetenversammlung über ein umfangreiches Klimaschutz-Rahmenkonzept für die Stadt Hennigsdorf als strategische Grundlage für die Bereiche Energie und Klimaschutz beschlossen. Die darin für den Wärmesektor formulierten Maßnahmen werden von den Stadtwerken Hennigsdorf seither sukzessive umgesetzt.

Dem Projekt „Wärmedrehscheibe“ kommt dabei eine aktuelle Schlüsselrolle zu: Das moderne und gut ausgebaute Hennigsdorfer Wärmenetz wird genutzt, um Energieangebot und Energiebedarf wirkungsvoll auszubalancieren, dezentrale Wärmequellen flexibel einzubinden, dadurch Energie effizienter einzusetzen und Fernwärme überwiegend klimaneutral zu erzeugen. Neben der weiteren Optimierung der Erzeugungsanlagen stellt insbesondere die Gewinnung, Speicherung und Nutzung industrieller Abwärme über das Fernwärmenetz eine zentrale Aufgabe dar.

 

 

In wesentlichen Teilen ist die Theorie bereits in der Praxis angekommen. Nach fast sechs Jahrzehnten verabschiedeten sich die Stadtwerke im Mai 2019 von der Kohlefeuerung. Durch die Außerbetriebnahme des letzten mit Kohle befeuerten Heizwerkes Nord und der damit verbundenen CO2-Reduzierung von jährlich gut 4.000 Tonnen verbessern sich auch die Umweltbedingungen: Der jährliche Ausstoß von Schwefeldioxid verringert sich um gut 30 Tonnen, der von Stickoxiden um knapp zehn Tonnen.