Veranstaltungen

Stolperstein-Verlegung & Abend der Begegnung

  • 14:00 Uhr
Der Eintritt ist frei

Stolperstein-Verlegung

15. Juli, 14 Uhr in der Berliner Straße 18 (vor dem Vereinshaus des SV Stahl Rugby)

Auf Initiative von Dr. Helmut Fritsch wurden im Jahr 2006 in Hennigsdorf durch den Künstler Gunther Demnig Stolpersteine verlegt. Stolpersteine sollen an Mitbürger erinnern, die in der Zeit von 1933 bis 1945 Opfer der Nationalsozialisten wurden. Name, Jahrgang und Schicksal der Personen werden in eine rund 10 x 10 cm große Messingtafel eingeschlagen, die Tafel wird in Beton gegossen und danach wie ein Pflasterstein verlegt. Diese Stolperstein-Verlegungen sind ein wichtiger Beitrag gegen das Vergessen. In der Berliner Straße 18 liegt seit 2006 ein Stolperstein für Klara Busse. Sie war Zeugin Jehovas und kam wegen ihrer Religionszugehörigkeit in das Konzentrationslager Ravensbrück und Auschwitz, wo sie 1943 verstarb. Die gesamte Familie Busse war vom Terror gegen die Glaubensgemeinschaft betroffen. Auch Ehemann Wilhelm Busse wurde 1936 inhaftiert und 1938 in das KZ Sachsenhausen überstellt. Dort blieb er bis 1945. Nur 5 Jahre später wurde er erneut verhaftet und zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilt. Er starb 1957 in der Haftanstalt. Auch zu DDR-Zeiten gehörten die Zeugen Jehovas zu den am härtesten verfolgten Minderheiten in der DDR.  Am 15. Juli 2019 um 14 Uhr wird in der Berliner Straße ein weiterer Stolperstein für Wilhelm Busse verlegt und das Ehepaar im Gedenken an die Familie wieder „zusammengeführt“.

Abend der Begegnung

15. Juli, 19 Uhr im Stadtklubhaus, Edisonstraße 1 (Einlass ab 18:30 Uhr)

Am Abend der Stolperstein-Verlegung und in Gedenken an die Opfer der Nationalsozialisten veranstalten das Stadtarchiv und die Angehörigen des verstorbenen Wilhelm Busse sowie deren Freunde einen Abend der Begegnung.
Die musikalische Begleitung erfolgt durch einen Pianisten, den seine internationalen Auftritte schon auf die Bühnen einiger der berühmtesten Orchester der Welt führten (Überraschungsgast!).
Historische Fotos von Hennigsdorf und der Familie werden zu sehen sein, es gibt ein Interview, Hintergrundinformationen sowie ein spannendes Bühnenstück, nachgestellt aus zeithistorischen Dokumenten.
Eine berührende Reise in die Vergangenheit von Hennigsdorf erwartet Sie.

Seien Sie herzlich zu diesem „Abend der Begegnung“ eingeladen.

Weitere Informationen

Der Eintritt beider Veranstaltungen ist frei.

Bei Fragen zur Ausstellung wenden Sie sich bitte an:

Stadtarchiv Hennigsdorf
Hauptstraße 3, 16761 Hennigsdorf
Tel.: 03302/877-311/ -312
stadtarchiv@hennigsdorf.de