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Trinkwasserschutz über Brunnensysteme

Datum: 16.02.2026
Hennigsdorfer Elektrostahlwerk (HES) unterschreibt Verträge mit Landkreis und Land Brandenburg

22 Jahre hat die Behördenbewertung und Abwägung gedauert, ehe 120 Seiten unterschriftsreife Verträge auf dem Tisch lagen. Das Hennigsdorfer Elektrostahlwerk übernimmt das Grundwassermonitoring und den Bau von Abwehrbrunnen. Diese werden im Havariefall in Betrieb genommen und fördern das verunreinigte Grundwasser nach oben in eine Reinigungsanlage.

Das Unternehmen, der Landkreis Oberhavel und das Land Brandenburg unterzeichneten jetzt entsprechende Verträge, wie rbb24 berichtete. Das Stahlwerk liegt in einem Wasserschutzgebiet, das rund 600.000 Menschen in Oberhavel und Berlin mit Trinkwasser versorgt.

Einen Neubau des Stahlwerks, wie einst angestrebt, konnte die Geschäftsführerin des Hennigsdorfer Elektrostahlwerkes, Katja Rex, jedoch nicht zusagen. Die Kosten dafür lägen mittlerweile bei 300 Millionen Euro und damit doppelt so hoch wie ursprünglich mal geplant: "Großinvestitionen oder Ähnliches sind derzeit nicht geplant. Wir müssen investieren, das wissen wir. Wir wollen auch in die Zukunft investieren - aber dazu fehlen uns aktuell die Rahmenbedingungen." Vorerst liege der Fokus auf der laufenden Produktion. Der Riva-Konzern verweist auf die aktuellen Rahmenbedingungen, die alles andere als gut seien.

Als zentrale Neuerung wird hervorgehoben, dass das Unternehmen nun Abwehrbrunnen zum Schutz des Grundwassers installieren müsse. Diese sollen im Havariefall verunreinigtes Grundwasser in eine Reinigungsanlage befördern.

„Das Werk wird aus der klassischen Trinkwasserschutzzonenregelung herausgenommen und kriegt eine neue Verordnung“, erläuterte Geschäftsführerin Katja Rex weiter.