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Neuer Mannschaftswagen für die Einsatztruppe

Datum: 24.02.2026

Freiwillige Feuerwehr Hennigsdorf erreicht mit 457 Einsätzen neuen Spitzenwert

457 Mal rückten die Hennigsdorfer Kameraden im vergangenen Jahr zu Einsätzen aus, im Vorjahr waren es insgesamt 349. Dafür sorgte unter anderem ein heftiger Sturm, der allein 56 Einsatzstellen für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hennigsdorf am Donnerstag, 26. Juni 2025, hinterließ. Ein heftiges Unwetter war über Berlin, Spandau und auch Hennigsdorf gefegt. Vor allem in Nieder Neuendorf richtete das heftige Unwetter mit Windböen von mehr als 80 Kilometern pro Stunde heftige Schäden an. Es fielen Bäume um, diese versperrten Straßen und beschädigten Häuser, Zäune sowie Fahrzeuge. Wie Fachdienstleiterin Brandschutz, Natalie Ligmann, erinnerte, waren 47 Einsatzkräfte allein an diesem Tag mit Kettensägen und Technik im Einsatz. 104 Einsätze fielen allein in diesem Zeitraum an, 78 am 26. und 27. Juni.

Technische Hilfen wie Türöffnungen leisteten die Kameraden insgesamt 306 Mal im Vorjahr. 48 Fehlalarme, darunter an Rauchmeldern, waren zu vermelden. 56 Prozent aller Einsätze fielen nach 17 Uhr bis morgens – auch an Wochenenden und Feiertagen - an. Ein Kellerbrand forderte im Januar in der Johann-Ackermann-Straße in Velten 31 Einsatzkräfte über mehr als vier Stunden. Im März brannte in der Philipp-Pforr-Straße ein Auto vollkommen aus, zwei weitere wurden beschädigt. 24 Frauen und Männer rückten aus, als es in der Tucholskystraße zu einem schweren Unfall kam – das war am 24. März. Eine Garage brannte in der Heimstättensiedlung im Dezember aus. 28 Löschkräfte agierten vor Ort.

Zwölf Mitarbeitende hat der Fachdienst Brandschutz in der Stadtverwaltung Hennigsdorf aktuell. Mehr als 83 aktive Freiwillige sichern die Einsatzbereitschaft der Truppe ehrenamtlich rund um die Uhr ab. Die Alters- und Ehrenabteilung kann zwölf Mitglieder zählen. 31 Kinder und Jugendliche sind in Kinder- und Jugendwehr aktiv.

In ihrer Freizeit trainieren und üben sie die Ernstfälle ebenso wie theoretisches Wissen über Technik, Löschmittel oder gesetzliche Rahmenbedingungen. Stadtwehrführer Robert Heinsius hat dafür mehr als lobende Worte übrig, als sich die Gruppe zur Jahreshauptversammlung trifft. Ob die Ausbildung zum Ladekranführer oder die Rettungsübung nach Einbrechen im Eis – das Engagement vieler gehört dazu, um ein Team zu formen.

Deshalb wird auch gern gemeinsam etwas unternommen oder gefeiert. Zum Beispiel mit den Partnerfeuerwehren aus Choisy Le Roi, Środa Wielkopolska und Kralupy oder in der Jugendfeuerwehr. Auch mit der Feuerwehr Velten stehen die Hennigsdorfer in engem Austausch. Der Zusammenhalt hat sich in Notsituationen bewährt.

Parkstraße 14 c, Feuerwehrwache Hennigsdorf, ist in jedem Jahr auch Ort des Gedenkens und der Präsentation für die Öffentlichkeit. In diesem Jahr wird am Wochenende ab Freitag, 8. Mai, erst der verstorbenen Kameraden gedacht und später am 9. Mai Technik präsentiert und abends zusammen gefeiert.

Nach 1150 geleisteten Ausbildungsstunden in der Standortausbildung, bei Lehrgängen auf Kreisebene im Technik- und Ausbildungszentrum (TAZ) Oranienburg oder auf Landesebene an der Landesschule und Technische Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz haben sich die Hennigsdorfer Kameradinnen und Kameraden auch ein paar gemeinsame Stunden mit Freunden und Familien verdient. Einige der Führungskräfte sind als Kreisausbilder aktiv, auch ist die Hennigsdorfer Feuerwehr Teil der Gefahrstoff- und Brandschutzeinheit in Oberhavel.

Bürgermeister Thomas Günther hat nur lobende Worte für die Freiwillige Feuerwehr Hennigsdorf: „Das ist Uneigennützigkeit, freie Zeit im Ehrenamt, die die Kameradinnen und Kameraden allen Hennigsdorferinnen und Hennigsdorfern schenken. Sie schenken allen Zeit und begeben sich für andere in Gefahr – für unsere Sicherheit. Das sollten wir nie vergessen.“ 24/7 an 365 Tagen im Jahr seien die Frauen und Männer einsatzbereit. Dieses Pfund müsse man unbedingt wertschätzen. 8736 Stunden brachten die diversen Lehrgänge und zahlreichen Einsätze insgesamt auf die Uhr.

Auch deshalb sei die Unterstützung selbstverständlich. Fünf Sirenen auf Dächern im Stadtgebiet wurden montiert, zwei Netzersatzanlagen im Gesamtwert von mehr als 101.000 Euro je Stück beschafft. Ein neuer Mannschaftstransportwagen konnte jetzt an die Einsatztruppe übergeben werden. Mit acht Sitzplätzen, großem Laderaum und Anhängerkupplung wird der Wagen für alle dienstlichen Belange rollen. 106.000 Euro hat die Stadt dafür aufgewendet.

In diesem Jahr wird der Gefahrenabwehrbedarfsplan unter den neuen Gegebenheiten samt Konzept zum Bevölkerungsschutz fortgeschrieben. Das Ziel, eine neue Wache zu errichten, hängt noch an den Verkaufsverhandlungen für das Grundstück, wird aber zielstrebig verfolgt. Im Frühjahr wird regulär nach sechsjähriger Amtszeit zudem eine Anhörung für die Stellen des Stadtwehrführers und stellvertretenden Wehrführers erfolgen.