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Wo Margariten, Schafgarbe und Wiesensalbei blühen

Datum: 27.07.2026

Hennigsdorfer Wohnungsbaugesellschaft mbH und Stadt setzen Quartierskonzept schrittweise mit Wohnhof 2 weiter um

Es ist die zweite große Maßnahme in Hennigsdorf Nord, die auf Grundlage des Quartiersentwicklungskonzeptes (QEK) umgesetzt wurde. Der sogenannte Wohnhof 2 zwischen Reinickendorfer, Rigaer und Hradeker Straße, gefördert aus dem Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ inklusive KfW-Programm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ für besonders biodiversitätsfördernde Maßnahmen, ist jetzt übergeben worden. Bund, Land, Stadt sowie die Hennigsdorfer Wohnungsbaugesellschaft mbH (HWB) haben dafür die Kosten in Höhe von 900.000 Euro übernommen. Zuvor war nach ähnlichem Finanzierungsbeispiel der Wohnhof 4 der Wohnungsgenossenschaft Einheit an der Alsdorfer und Hradeker Straße im Vorjahr einer Frischekur unterzogen worden. 4.700 Menschen leben in Nord, mehr als 90 Einzelmaßnahmen enthält das QEK.

Ziel ist der klimafreundliche Umbau der Areale in Wohnhöfen, die seit mehr als 40 Jahren bewohnt werden, und eine gesteigerte Wohnqualität mit Wohlfühlfaktor. So steht auch der klimaangepasste Waldumbau ganz oben auf der Prioritätenliste, ebenso wie Rückbau verschlissener Wege und Neupflanzen von Sträuchern und Blumen. Auch Baumfällungen waren deshalb nötig.

Baubeginn war dann im Oktober 2025, die Anwohnerschaft konnte Wünsche äußern. So gedeiht seit Mai eine Wildblumenwiese mit Schafgarbe, Wiesensalbei, Grasnelken und Margeriten. Neue Spielgeräte stehen inzwischen, eine Rutsche mit Express-Abstieg ist der Renner. Doppelschaukel und Sitzwipper sowie Sandkästen erfreuen sich nun größter Beliebtheit.

Neu angelegt wurde laut HWB außerdem der Hauptweg aus großformatigen Betonsteinen, unbenötigte Kellerausgänge verschwanden und wurden zurückgebaut. Die LED-Leuchten sind insektenfreundlich, ein Trinkbrunnen liefert frisches Wasser an heißen Tagen. Rabatten sind nun neu und mit Sträuchern und Bodendeckern bepflanzt, Fahrradbügel vor den Hauseingängen kamen hinzu. Eine große Sitzgruppe und Bänke laden zum Verweilen ein. Fahrradgarage und Radbügel ergänzen die Abstellmöglichkeiten für Drahtesel.

In Nist- und Bruthöhlen für Kleinfledermäuse und Vögel wird man im Wohnhof 2 der gewachsenen Fauna gerecht. Bergahorn, Hainbuche und Birke kamen in die Erde, ebenso eine Zisterne zum Speichern von Regenwasser, das zur Bewässerung des Hofes dient. Mehr als 20 Bäume und neue Sträucher – auch mit Obst und Beeren zum Naschen – gedeihen nun im Hof. Im Herbst kommen Frühjahrsblüher in die Erde, ebenso folgt die Wiesenansaat noch nach.

Noch-Geschäftsführer Holger Schaffranke und Bürgermeister Thomas Günther besichtigten gemeinsam mit Projektleiterin Anja Vogel und Aufsichtsratsvorsitzendem Bastian Klebauschke sowie Anwohnern nun das Geschaffene. Einen Test auf der Schaukel inklusive. Weitere Maßnahmen, wie der Rückbau des leerstehenden Aqua-Stadtbades, sind in Hennigsdorf bereits angedacht und vorbereitet.