Mit kritischem Blick auf pädagogische Arbeit
Kommunale Kitas unterziehen sich einem umfangreichen Qualitätsmanagement
Das kommunale Netzwerk Qualitätsmanagement KomNet, das von verschiedenen Brandenburger Kommunen im Jahr 2007 aus der Taufe gehoben wurde, hat auch 2026 wieder Ergebnisse vorzuweisen. Neun kommunale Einrichtungen der Stadt Hennigsdorf unterzogen sich einer umfangreichen Zertifizierung. Mitarbeitende aus fünf Kitas und vier Horten erhielten dafür nun ihre Urkunden. Im Fokus liegen dabei besonders die Qualität der pädagogischen Arbeit aller Beschäftigten und flankierende Angebote. Stellvertretend für den Träger, der Stadt Hennigsdorf, dankte die Fachbereichsleiterin für Soziales und Gebäudemanagement, Caterina Bobrowski, den Teams in den Kitas und Horten für ihre kontinuierliche und fleißige Arbeit.
Das Qualitätssiegel, das dahintersteckt und vom fachkundigen Institut für angewandte Kindheits-, Familien- und Jugendforschung (IFK) als Partner bescheinigt wird, gibt Eltern durch kontinuierliche Arbeit und hohe Standards Vertrauen in die Arbeit der kommunalen Einrichtungen in Hennigsdorf. Der Selbstkontrolle aller Beteiligten kommt dabei eine große Bedeutung zu. In Gesprächen, aber auch durch Beobachten der Bildungs- und Betreuungsarbeit, werden Schwachstellen herausgefiltert. Passende Weiterbildungen, aber auch Hospitationen und Selbststudium, gehören zur täglichen Arbeit der Fachleute. Dem Kinderschutz und den pädagogischen Konzepten kommt eine ebenso große Bedeutung zu.
Alle vier Jahre stecken die Einrichtungen in einem Evaluierungsprozess der Betreuungsqualität. Und auch die Kinder haben ein Wörtchen mitzureden. So können sie mit Smileys auf Tablets verdeutlichen, was fehlt oder gefällt.
Dabei befinden sich auch Bildungsprozesse im Wandel, neue Erkenntnisse fließen in die tägliche Arbeit mit den Kindern ein. „Hennigsdorf gehörte 2007 neben Oranienburg, Oberkrämer, Kremmen, Eisenhüttenstadt, Neuruppin und Teltow zu den sieben Gründungskommunen des Netzwerkes“, berichtet Bobrowski. Inzwischen gehören mehr als 20 Städte und Gemeinden mit 170 Einrichtungen in das Netzwerk KomNet.
„Wir erhalten bis zum 30. Juni die Ergebnisse und Abschlussberichte“, berichtet die Fachbereichsleiterin. Daraus werden dann auch Qualitätsfördervorschläge und -ziele abgeleitet. Der Austausch untereinander, die fachliche Expertise allein bringe viele Erzieherinnen und Erzieher in den Teams schon weiter voran. So konnte im Jahr 2025 das Kinderschutzkonzept in der Kita Biberburg mit Fortbildungen weiterentwickelt werden. Die Kita Spatzennest passte ebenfalls ihre pädagogische Konzeption an und entwickelte diese fort. Ob Kita Traumland oder Hort Pfiffikus – alle nutzten die Angebote zu Fortbildungen.
Aktuell werden in fünf Kitas und vier Horten in Hennigsdorf 1.600 Mädchen und Jungen durch 229 Erzieherinnen und Erzieher betreut. Diese können sich ihr Zertifikat Qualitätsmanagement auch in der Personalakte hinterlegen lassen.