Straßenbäume brauchen Wasser
Schutz vor Sonne und Hitze geht alle Hennigsdorferinnen und Hennigsdorfer an
Wen es in diesen Tagen nicht in die Ferne zieht, der hat den Sommer in vollen Zügen. Doch neben allem Spaß im Freien ruft die Stadt Hennigsdorf dazu auf, auch zu helfen. Unsere mehr als 7000 Straßenbäume brauchen Wasser. Die Stadtverwaltung, die zwar die Grünflächen- und Parkpflege sowie Anwachshilfe bei Neupflanzungen in die Hand von Fachleuten wie der Stadtservice Hennigsdorf GmbH gibt, ruft dazu auf, mit anzupacken und zu helfen.
Denn die Gärtner haben gerade jetzt alle Hände voll zu tun. Allein auf dem Waldfriedhof stehen weitere 2500 Bäume, die zu pflegen und zu erhalten sind. 3500 sind es auf kommunalen Grünflächen und in den Parks sowie auf öffentlich genutzten Anlagen. Neben den vielen Riesen an Wegrändern im Stadtgebiet muss Hennigsdorf sich auch um 33 Hektar Wald kümmern. Auch Firmen in Hennigsdorf sind schon zu wahren Baumpflegern geworden. Sie kümmern sich geschätzt um bis zu 5000 Bäume auf ihren Gewerbegrundstücken oder beauftragen dazu Firmen vom Fach.
Die Regenfälle, die es in diesem Sommer bereits gab, waren längst nicht ausreichend, weiß auch Fachfrau Silke Teuber vom Fachdienst öffentliche Anlagen. Die Gießkannen regelmäßig zu füllen und den grünen Burschen vor der Haustür ein wenig zu helfen, helfe auch uns allen. Denn schon die Trockenheit der vergangenen Jahre forderte ihren Tribut.
Kahle Äste oder brüchiges Holz, Pilzbefall und ähnliche Erkrankungen am Stadtgrün sind Folgen. Einmal pro Woche zu Wasserschlauch oder Kanne zu greifen und einige Füllungen an die grüne Lunge der Stadt verschenken, sei schon hilfreich. Eine grüne Stadt wie Hennigsdorf macht Freude, aber eben auch Arbeit. Vor allem in Zeiten des Klimawandels und großer trockener Phasen. Wie die kommenden Wochen laut Prognosen aussehen, ist nicht ganz klar. Klar ist aber, Wasser fehlt.
Und auch auf den eigenen Gesundheitsschutz sollten die Hennigsdorferinnen und Hennigsdorfer achten. Schattige Plätzchen wie auf den Wohnhöfen in Nord oder in Wassernähe sind begehrt. Drei Trinkbrunnen – zwei in der Innenstadt, einer im Wohnhof 2 in Nord – spenden kurzfristige Erfrischungen. Niemand sollte sich ungeschützt länger Zeit in der prallen Sonne aufhalten. Nicht zu vergessen: Kühlung von innen kann man sich jederzeit an den vielen Cafés und Eisständen in Hennigsdorf verschaffen. Das Baden im Nieder Neuendorfer See muss weiterhin ausbleiben. Das Gesundheitsamt Oberhavel hat mitgeteilt, dass an der Naturbadestelle weiterhin Blaualgen das Wasser trüben und daher noch immer gesundheitliche Gefahren drohen. Vielleicht kann die Gartendusche Abhilfe schaffen.
Insekten und Käfer freuen sich ebenso über eine kleine Wasserspritze in gesunder Natur, Vögel und Kleintiere naschen ebenso an aufgestellten Wassertränken. Mit Steinen oder Moos befüllt, kann jedes Insekt besser landen und sich erfrischen.