Alleskönner für den Katastrophenschutz
Hennigsdorfer Feuerwehr übernimmt neues Spezialfahrzeug zur Erkundung gefährlicher Stoffe
Von außen ein normales Feuerwehrfahrzeug – von innen ein Hightech-Mobil, ausgestattet mit modernster Messtechnik und digitaler Vernetzung: Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Hennigsdorf hat jetzt einen sogenannten CBRN-Erkundungswagen übernommen. Der kommt zum Einsatz, wenn gefährliche Stoffe aufgespürt, gemessen und gemeldet werden müssen – etwa bei Chemieunfällen in Industriebetrieben oder auf Autobahnen.
CBRN steht dabei für chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren. Das neue Fahrzeug ersetzt die rund 24 Jahre alte Vorgängergeneration und kann bereits während der Fahrt durch kontaminierte Gebiete Gefahrenstoffe aus der Umgebung aufnehmen, analysieren und die Daten per Satellitenkommunikation im Verbund mit anderen Erkundungseinheiten austauschen. Der Bund investiert rund 311.000 Euro in das rollende Labor mit extra geschützter Kabine. Jeder Landkreis in Deutschland erhält mindestens einen Erkundungswagen, der jeweils mit vier Fachkräften der Feuerwehr besetzt ist.
Das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) für den Zivilschutz konzipierte Fahrzeug ist künftig fester Bestandteil der Gefahrstoffeinheit Oberhavel. Der Landkreis Oberhavel ist für den Unterhalt zuständig, die Stationierung und den Einsatz übernimmt die Feuerwehr Hennigsdorf mit einem speziell ausgebildeten Team.