Kleine Tüftler im World-Robot-Olympiad-Fieber
Robotik-Spezialisten treten im Regionalwettstreit 2026 in Hennigsdorf an
Die Köpfe dampfen, die Finger basteln, aus Baukästen werden fahrende und arbeitende Mini-Roboter. Schon jetzt bereiten sich in der MINT-Werkstatt des Vereins Biotechnologieverbund Berlin-Brandenburg im Hennigsdorfer KreativWerk R6 die Teams auf neue Herausforderungen vor. Erste Hürde auf dem Weg zu künftigen Erfindern mit Weltmeistertitel ist der Regionalwettstreit am Freitag, 29. Mai 2026, in Hennigsdorf.
Wie Katrin Haltermann, die Netzwerk-Koordinatorin, berichtet, treten mehrere hundert Teams an 55 Austragungsorten in Deutschland im internationalen Wettbewerb an. Die World Robot Olympiad (WRO) lockt pfiffige Kinder und Jugendliche an, die sich gern mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik auseinandersetzen. Dazu nutzen sie die Möglichkeiten, die die digitale Welt bietet. Ziel sind praktische Lösungen und Resultate, die en miniature die Lebens- und Arbeitswirklichkeit nachahmen. „Es geht darum, frühzeitig Einblicke in die Naturwissenschaften zu geben und Talente zu fördern und zu nutzen“, sagt Katrin Haltermann, die verschiedene Teams betreut. Im Vorjahr schaffte es ein Team zum Deutschland-Ausscheid.
Allein in Hennigsdorf treten Ende Mai wieder 20 bis 25 Teams an, die aus drei bis fünf Schülerinnen und Schülern bestehen. Die bauen und programmieren eigene Roboter. Firmen und Unterstützer, die Teams helfen möchten – ob mit Spenden für Robot-Sets, Anmeldegebühren oder eigenem Know-how – sind gern gesehen. Am Ende sichern sich Firmen vor Orte vielleicht die Erfinderinnen und Erfinder von morgen. Wer sich vom Können der Jüngsten überzeugen möchte, kann von 9 bis 16 Uhr auch im Eduard-Maurer-Oberstufenzentrum vorbeischauen und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim Tüfteln zusehen. Unterstützende Betriebe und Institutionen können vor Ort mit ihren Präsentationen sichtbar werden, Karrieremöglichkeiten aufzeigen und auch Flyer oder Infos zum Berufsbildern und Initiativen verteilen. Regionale Sonderpreise lassen sich ebenso an Teams zu vergeben.
Die zu lösenden Aufgaben für die Teams sind anspruchsvoll, die Arbeitsweise am Spielfeld ist eigenständig. Der Wettbewerb bietet die Möglichkeit, Teil eines internationalen Technologie- und Bildungsnetzwerks zu werden und Fähigkeiten im Team unter Beweis zu stellen.
Der Verein lebt von Spenden und setzt auf die Förderung des technischen Nachwuchses in der Region. Ob für IT oder Ingenieurberufe – die Zukunft steckt voller Herausforderungen. Wer sich qualifiziert, fährt übrigens zur Deutschland-Ausscheidung am 19. und 20. Juni nach Trier. Das Europa-Finale ist im Oktober in Kroatien, das Weltfinale im Dezember in Puerto Rico angesetzt.