Regenbogenfahne weht vor dem Rathaus
Rechte queerer Menschen im Fokus / Erste CSD-Demo der Stadt im September
Als sichtbares Zeichen für Respekt und gesellschaftliche Offenheit ist am Mittwoch, 13. Mai 2026, die Regenbogenflagge vor dem Hennigsdorfer Rathaus gehisst worden. Anlass ist der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit, der jährlich am 17. Mai begangen wird.
Die bunte Regenbogenflagge gilt weltweit als Symbol für Toleranz, Gleichberechtigung und die Vielfalt sexueller Orientierungen sowie geschlechtlicher Identitäten. Mit dem Hissen der Flagge setzt die Stadt Hennigsdorf erneut ein Zeichen gegen Diskriminierung und für ein respektvolles Miteinander.
Der Aktionstag erinnert an den 17. Mai 1990. An diesem Datum strich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten. Seit 2005 wird der Tag international genutzt, um auf bestehende Diskriminierungen aufmerksam zu machen und für die Rechte queerer Menschen einzutreten.
„Auch wir beteiligen uns seit mehreren Jahren durch das Hissen der Regenbogenflagge vor dem Rathaus an dieser wichtigen Aktion und wollen zeigen: Hennigsdorf steht für Vielfalt und Akzeptanz. Egal, wie jemand lebt und liebt – jeder ist hier willkommen“, so die Hennigsdorfer Gleichstellungsbeauftragte Kerstin Gröbe.
Außerdem laufen bereits jetzt die Vorbereitungen für den Christopher Street Day, der dieses Jahr zum ersten Mal in Hennigsdorf stattfinden wird. Am 19. September 2026 soll der bunte CSD-Demonstrationszug vom Postplatz auf einer rund zwei Kilometer langen Strecke durch die Innenstadt zurück zum Ausgangspunkt führen. Dort wird es weitere Aktionen und verschiedene Musik-Acts geben.
Der Christopher Street Day erinnert an die sogenannten Stonewall-Aufstände, die sich im Juni 1969 in der New Yorker Christopher Street ereigneten. Damals wehrten sich Menschen aus der bunten Community erstmals öffentlich gegen Polizeigewalt und Diskriminierung. Seitdem demonstrieren weltweit Millionen Menschen bei CSD-Veranstaltungen für Gleichberechtigung, Sichtbarkeit und die Rechte queerer Menschen – nun auch erstmals im September in Hennigsdorf.