Verkehrsplanung

Verkehrsplanung

Weniger Lärm, Tempo-30-Zonen, ein Konzept für Fußgänger und Radfahrer, bessere Bus- und Bahnverbindungen und die Führung des Autoverkehrs auf den Hauptstraßen

Das hat die Stadtverordnetenversammlung mit der Verkehrsentwicklungsplanung 2010 beschlossen. Aber auch die Lärmminderungsplanung nahm in den letzten Jahren einen bedeutenden Stellenwert ein. Für die stark belasteten Hauptverkehrsstraßen hat die Stadt in den letzten Jahren sogenannte „Lärmaktionspläne“ erarbeitet, die Maßnahmen enthalten, die die Lärmbelastungen der Anwohner reduzieren sollen.

Im Zeitraum 2008 - 2010 wurden außerdem für fünf Wohngebiete Parkraumkonzepte bzw. Parkraumbewirtschaftungskonzepte erarbeitet. 

ADFC-Fahrradklima-Test 2018 "Und wie ist das Radfahren in Hennigsdorf?"

Vom 01.09.2018 bis 30.11.2018 führt der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club), gefördert durch das Bundesministerium Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), den Fahrradklima-Test 2018 durch. 

Jetzt mitmachen Fahrradklima-Test

  • Eine Zielstellung aus dem Radverkehrskonzept der Stadt Hennigsdorf ist die Förderung des Radverkehrs durch das Öffnen von Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung sowie das Öffnen von Sackgassen für Radfahrer und Fußgänger.


    Seit 2017 wurden alle Einbahnstraßen und Sackgassen diesbezüglich geprüft die verkehrsrechtlichen Anordnungen beantragt und die neue Beschilderung bereits weitgehend umgesetzt. Damit hat sich die Durchlässigkeit des Straßennetzes für Radfahrer deutlich erhöht.


    Insgesamt können so zusätzlich 17 „Einbahnstraßen“ für den Radverkehr in Gegenrichtung und 7 „Sackgassen“ für Radfahrer und Fußgänger geöffnet werden.

    Die Stadt Hennigsdorf hat 2002 begonnen, alle Bushaltestellen barrierefrei zu errichten bzw. barrierefrei umzubauen. In diesem Zusammenhang wurden bzw. werden die Bushaltestellen mit einem 18 cm hohen Bordstein, und einem Blindenleitsystem und einem Fahrgastunterstand ausgestattet. Die neu gestalteten Bushaltestellen bieten außerdem ausreichend Bewegungsfreiheit für Rollstuhlfahrer.


    Seit 2002 wurden in der Stadt 73 von insgesamt 84 Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut. Die Finanzierung erfolgte durch die Stadt Hennigsdorf unter Inanspruchnahme von Zuschüssen aus dem Programm des Landkreises Oberhavel zur Förderung des übrigen ÖPNV.

    „Radeln nach Zahlen“ ist ein durch das Land Brandenburg gefördertes Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Oberhavel und allen Städten und Gemeinden. Aus der Verknüpfung unterschiedlicher Radwege in Oberhavel entstand ein Netz aus Knotenpunkten, die fortlaufend nummeriert sind. Das ermöglicht es, an Hand der Zahlen, die in einer Übersichtskarte dargestellt sind, eigene Fahrradrouten zusammenzustellen, um dann den Zahlen folgend das ausgewählte Ziel zu erreichen.


    In Hennigsdorf gibt es insgesamt 7 Knotenpunkte, die in das System der Knotenpunktwegweisung im Landkreis Oberhavel eingebunden sind. Ein entsprechendes Tourbuch kann an der Stadtinformation in Hennigsdorf erworben werden.


    Weitere Informationen zur Europäischen Mobilitätswoche finden Sie hier.

  • Lärm ist unerwünschter Schall, der stören, gefährden, benachteiligen oder belästigen kann. Jeder Mensch empfindet Lärm anders. Starke Lärmeinwirkungen oder dauerhafter Lärm können sogar krank machen oder die Leistungsfähigkeit negativ beeinflussen, denn Lärm löst im Körper Stress aus. Die häufigste Lärmquelle ist der Straßenverkehr.

    Mit der EU-Umgebungslärmrichtlinie gibt es erstmals einen gemeinsamen europäischen Ansatz zur Minderung der Lärmbelastung der Bevölkerun. Dabei werden nach vergleichbaren Verfahren Lärmschwerpunkte durch eine umfassende, strategische Lärmkartierung ermittelt. Auf Grundlage der Lärmkarten werden unter aktiver Mitwirkung der Öffentlichkeit Lärmaktionspläne aufgestelt

    Seit dem Jahr 2005 ist auch die Stadt Hennigsdorf verpflichtet, für stark belastete Verkehrsstraßen Lärmaktionspläne zu entwickeln.  

    Zunächst wurden in einer ersten Stufe bis 18. Juli 2008 alle Hauptverkehrsstraßen bzw. Autobahnen mit mehr als 6 Millionen Kfz/Jahr (DTV* - Durchschnittlicher Tagesverkehr 16.400 Kfz) berücksichtigt. Dieser Wurde durch die Stadtverordnetenversammlung am 06.12.2008 beschlossen.

    In der zweiten Stufe wurde ein Lärmaktionsplan für alle Straßenzüge mit mehr als 3 Millionen Kfz/Jahr (DTV* 8.200 Kfz) erstellt (Lärmaktionsplan 2013, 2. Stufe). Der Beschluss über die Abwägung und den Lärmaktionsplan wurde am 11.09.2013 in der Stadtverordnetenversammlung gefasst.

    Der Lärmaktionsplan 2018 - 3. Stufe ist am 30.05.2018 durch die Stadtverordnetenversammlung zur öffentlichen Auslegung beschlossen worden. Die öffentliche Auslegung fand vom 11.06.2018 bis 12.07.2018 statt. Nach Abwägung aller eingegangenen Hinweise wurde nun der Plan  in der Stadtverordnetenversammlung am 19.09.2018 vorgelegt und beschlossen.  

     

    Anlagen zum Lärmaktionsplan 3. Stufe

  • Die Verkehrsentwicklungsplanung der Stadt Hennigsdorf wurde erstmalig parallel zur Flächennutzungsplanung erstellt und durch die Stadtverordnetenversammlung am 24.09.1997 als Grundlage für die verkehrliche Entwicklung der Stadt Hennigsdorf beschlossen.

    Bis 2010 wurden wesentliche Teile der Verkehrsentwicklungsplanung von 1997 umgesetzt. Das erforderte eine Fortschreibung der Verkehrsentwicklungsplanung der Stadt. Am 10.11.2010 wurde in der Stadtverordnetenversammlung der strategische Verkehrsentwicklungsplan 2010 beschlossen.

  • Durch die Entwicklung des Stadtzentrums in den letzten 20 Jahren hat sich im gesamten Bereich um den Bahnhof ein hoher Parkraumbedarf entwickelt. Aber auch in den größeren Wohngebieten ist der Parkdruck deutlich spürbar. Hier war es erforderlich das Parken zu ordnen, Parkraumpotentiale aufzuzeigen und die grünen Innenhofbereiche zu schützen. 

    Aus diesem Grund wurden für das Stadtzentrum, das Rathenauviertel, das Cohnsche Viertel, das Postviertel und Hennigsdorf Nord Parkraumkonzepte erarbeitet. Gemeinsam mit den Wohnungsunternehmen wird kontinuierlich an der Umsetzung der Parkraumkonzepte gearbeitet.

    Um allen Nutzergruppen (Bewohnern, Berufspendler, Kunden, Besuchern, Geschäftsleuten) Parkraum zur Verfügung stellen zu können, sind Parkraumbewirtschaftungsmaßnahmen wie gebührenpflichtiges Parken, Bewohnerparken bzw., zeitbegrenztes Parken erforderlich. Diese Maßnahmen wurden auf der Grundlage des Parkraumbewirtschaftungskonzeptes Zentrum umgesetzt. 

    Parkraumkonzepte und Parkraumbewirtschaftungskonzepte dienen der zielnahen Befriedigung der Parknachfrage und zur Reduzierung des Parksuchverkehrs.

     

    Parkraumkonzept Teil I Hennigsdorf Nord

     

    Parkraumkonzept Teil II Cohnsches Viertel

     

    Parkraumkonzept Teil III Rathenauviertel

     

    Parkraumkonzept Teil IV Zentrum (Postviertel und östliches Zentrum)

     

    Parkraumkonzept Teil V Paul-Schreier-Viertel

  • Die Landesstraße 172 ist die einzige Verbindung in Richtung Berlin Spandau und führt durch den in den vergangenen Jahren sich entwickelten neuen Wohnstandort Nieder Neuendorf.

    Ein zentrales Verkehrsziel in Nieder Neuendorf ist die Entlastung des Ortskerns vom Verkehr und Lärm. Durch eine veränderte Trassenführung würde der Ort vom steigenden Verkehr entlastet werden. Das ist bisher nicht geschehen, bleibt aber ein wichtiges Ziel und ist auch im Flächennutzungsplan der Stadt Hennigsdorf so dargestellt.

    Die lange geforderte und von der Stadt Hennigsdorf favorisierte Variante einer Ortsumfahrung von Nieder Neuendorf ist im Landesstraßenbedarfssplan 2010 nicht enthalten und kann deshalb nicht umgesetzt werden. 

  • Die Stadt möchte für Fußgänger und Radfahrer bessere Möglichkeiten schaffen, um auch vielbefahrene Straßen sicher zu überqueren. Die Grundlagen dafür hat die Stadt bereits mit dem strategischen Verkehrsentwicklungsplan 2010 beschlossen.

    Die vorliegenden beschlossenen Querungskonzepte für Fußgänger und Radfahrer werden sukzessive umgesetzt.

    Die enthalten nicht nur Vorschläge für mögliche Querungsanlagen, sondern auch viele andere Maßnahmen zur Verbesserung der Bedingungen für Fußgänger und Radfahrer in unserer Stadt, wie das Schließen von Lücken im Radverkehrsnetz, das Öffnen von Einbahnstraßen und Sackgassen für den Radverkehr oder die Errichtung neuer Fahrradabstellanlagen.