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Städtisches Engagement

Sich dem Gedanken nachhaltigen Lernens, Arbeitens und Wirtschaftens zu widmen, hat sich in Hennigsdorf längst etabliert. Alljährlich ehrt die Stadt mit dem Umweltpreis innovative Ideen oder Naturschutzaktivitäten.

Auch das Begrünen der Dächer von Bushaltestellen in der Fontanesiedlung regt zum Nachahmen im öffentlichen wie privaten Bereich an. Die Speicherung von Wasser kommt in immer trockener werdenden Zeiten eine größere Bedeutung zu. Das Mikroklima durch Pflanzen und Wasser im Stadtraum zu verbessern, wird auch künftig in weitere Ideen münden.

Ebenso wie die acht Hektar Blühwiesen im Stadtgebiet von Hennigsdorf sowie Angebote zum Urban Gardening im Albert-Schweitzer-Quartier. Auch das Sammeln nicht mehr benötigter Funktelefone und defekter Ladekabel lässt Bürger*innen Teil des Umweltschutzes werden. Gemeinsam nachhaltig handeln! 


Kommune für Biologische Vielfalt - Kommbio

Kommunen für biologische Vielfalt - Logo

Niemand weiß besser um die Herausforderungen und Probleme des Naturschutzes auf kommunaler Ebene als die Kommunen selbst. Das Bündnis “Kommunen für biologische Vielfalt" stärkt die Bedeutung von Natur im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen und rückt den Schutz der biologischen Vielfalt in den Kommunen in den Blickpunkt. Es dient den Kommunen zum Informationsaustausch und unterstützt sie bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Die Stadt Hennigsdorf ist seit Dezember 2019 Mitglied im Bündnis.

 

Bunter Lebensraum statt grauer Steinwüste

Schottergärten sind schlecht für unser Klima und die Biodiversität!
Nach § 8 der Brandenburgischen Bauordnung sind Grundstücke wasseraufnahmefähig zu belassen oder herzustellen und zu begrünen oder zu bepflanzen, soweit dem nicht die Erfordernisse einer anderen zulässigen Verwendung der Flächen entgegenstehen.

Das Schottergärten schlecht für unser Klima und Biodiversität sind, ist wohl vielen bekannt. Dabei sind die wenigsten Steinwüsten pflegeleicht, kostengünstig und schick. Und dabei gibt so viele Möglichkeiten zur pflegeleichten Vorgartengestaltung ohne Kies und Schotter.

In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) hat die Stadt Hennigsdorf die wichtigsten Infos, Tipps und Tricks für bunte Gärten und Balkone in einem Flyer zusammengestellt. Der NABU zeigt wertvolle Alternativen und Praxisbeispiele.

Mit Handy-Recycling Ressourcen schonen

Handys für Hummel, Biene und Co.

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Wer sein altes Handy oder Ladekabel über den Naturschutzbund (NABU) abgeben möchte, kann es bei uns, in der Stadtinformation, abgeben.

Die Stadt Hennigsdorf hat eine Sammelstelle eingerichtet. Die Aktion wird vom NABU und Telefónica Deutschland Group seit 2011 durchgeführt. Für die gesammelten Handys spendet Telefonica dem NABU jährlich eine feste Summe, die in den NABU-Insektenschutzfonds fließt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Grünflächenpatenschaft

Patenschaften für öffentliche Grünflächen

Die Stadt Hennigsdorf möchte engagierten Bürger*innen die Gelegenheit geben, die öffentlichen Grünflächen vor ihrem Haus selbst zu pflegen. In Form einer Patenschaft können Blühwiesen angelegt und die Flächen selbst gepflegt und gereinigt werden. Auch über das Wässern von Bäumen würden wir uns freuen.

Ziel ist es mit den Patenschaften den Pflegestandard zu verbessern und ökologisch aufzuwerten. Das bürgerliche Engagement sowie die Identifikation mit der Straße, dem Wohnquartier und letztlich dem Ortsteil soll gestärkt werden.

Mit dem interessierten Bürger*innen wird dazu ein Grünflächen-Patenschaftsvertrag geschlossen und die betreffende Grünfläche mit einem bunten Schild gekennzeichnet. Diese Flächen werden dann durch den Stadtservice bei städtischen Pflegemaßnahmen ausgelassen.

Für ausführliche Informationen steht Ihnen Frau Heike Köpnick-Wagner gerne zur Verfügung. Wenn auch Sie Interesse an der Übernahme einer solchen Grünflächenpatenschaft haben, können Sie sich einfach per E-Mail bewerben.

Kontakt

Frau H. Köpnick-Wagner

Telefon: (03302) 877135
E-Mail: hkoepnick@hennigsdorf.de

Hennigsdorfer Blühwiesen

Aktuell sind insgesamt 8 Hektar Fläche in Hennigsdorf als Blühwiese angelegt. Statt wöchentlich gemähter monotoner Rasenfläche wird auf den Hennigsdorfer Blühwiesen ein- bis zweimal im Jahr die „Sense ausgepackt“. Die so entstehende Blumenwiese ist viel bunter, der Wasserbedarf ist geringer und die heimische Tierwelt vom Schmetterling bis zum Igel freut sich auch.

Hier die Fakten im Überblick

  • Mahd nur 1-2 mal pro Jahr
  • Lebensraum und Nahrungsgrundlage für Vögel und Insekten wie z. B. Wildbienen, Hummeln aber auch Schmetterlinge, Florfliegen, Schwebfliegen, Raupen und Käfer
  • Kinderstube für Insekten (Eiablage, Puppenplätze, Überwinterung in hohlen Krautstängeln)
  • damit Förderung der Biologischen Vielfalt (Biodiversität) und Erhalt der bestäubenden Insekten
  • Samenstände bieten ganzjährige Nahrungsquelle für Vögel wenn verblühte Wildblumen und Wildkräuter im Herbst stehen gelassen werden
  • natürlichere Ästhetik durch Blüten und Kräuter im Vergleich zu kurz geschorenen Rasen
  • weniger Wasser- und Düngemittelbedarf im Vergleich zu Rasen
  • durch tiefere Wurzeln lockern sie den Boden auf -> damit auch bessere Wasseraufnahmefähigkeit bei Starkregen
  • Pflanzen- und Wurzelmasse trägt zur Humusbildung bei

Begrünte Bushaltestellen

Laut einem Beschluss vom 24.09.2019 durch die Stadtverordnetenversammlung (BV0114/2019), werden in Hennigsdorf zukünftig alle überdachten Bushaltestellen bei deren Austausch oder Neuaufstellung, mit Dachbegrünung ausgestattet

Durch die Begrünung mit beispielsweise winterharten und resistenten Sedum-Pflanzen kann die Stadt Hennigsdorf mehrere Ziele verwirklichen:

  • Futterquelle für Bienen und andere Insekten und somit Schutz und Erhalt der Artenvielfalt
  • Verbesserung der Luftqualität, insbesondere durch Filterung von Feinstaub, Staub und Schadstoffen
  • Unterstützung des Klimaschutzes durch Filterung von CO²
  • Verbesserung des Stadtklimas durch Regenwasserspeicherung und Kühlung an heißen Tagen
  • Attraktivitätsgewinn der Fahrgastunterstände
  • Entlastung öffentlicher Infrastruktur bei Starkregen, z. B. Abflüsse und Kläranlagen