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Ein Wochenende lang Kurzweil und Mitreden

Datum: 07.05.2026

Freiwillige Feuerwehr, Stadtradler und Quartiersbüro in Nord locken mit Aktionen

Die Qual der Wahl haben alle Hennigsdorferinnen und Hennigsdorf am Wochenende 8. bis 10. Mai 2026. Es sollte kaum zu schaffen sein, alle Festivitäten in der Stadt abzulaufen.

Die Freiwillige Feuerwehr Hennigsdorf macht am Freitag, 8. Mai, um 17 Uhr den Auftakt. Traditionell wird sich auf dem Gelände der Feuerwache in der Parkstraße 14c getroffen, um gemütlich ins Gespräch zu kommen. Stockbrot röstet über Feuerschalen, ehe sich dann um 19 Uhr ein Umzug mit Fackeln und Musik in Bewegung setzt. Am Gedenkstein für die verstorbenen Kameradinnen und Kameraden wird innegehalten und kurz gedacht.

Am kommenden Morgen, dem 9. Mai, startet um 10 Uhr der Tag der offenen Tür auf dem Gelände der Feuerwache. Es gibt Einblicke in die Technik und den Fuhrpark, Führungen und Vorführungen. Die Alters- und Ehrenabteilung zeigt an einem Historik-Stand Uniformen und Hilfsmittel von einst. Da kommt mancher ins Staunen. Der Förderverein Florian Hennigsdorf stellt sich zudem vor, aber auch die DLRG schaut mit ihrer Technik vorbei. Kuchen, Gegrilltes und Getränke stärken die Gäste, während Kinder sich auf der Hüpfburg austoben können.

Parallel dazu beginnt um 9 Uhr in der Rigaer Straße in Nord die Polizei mit einer Fahrrad-Codieraktion. Mit Stempel und Nummern werden die Fahrräder leichter identifizierbar und so vor Diebstahl gesichert. Wer Fragen rund um Verkehrssicherheit hat, kann diese am Infostand loswerden. Die Aktion gilt auch als Auftakt der diesjährigen Idee Stadtradeln für ein gutes Klima, die in Oberhavel bis zum 29. Mai dauert. Welche Kommune hat die Nase vorn? Wo sind die fleißigsten Umweltradler zu finden? Alles Wichtige zum Anmelden und Mitmachen findet sich unter www.hennigsdorf.de/stadtradeln.

Um 11 Uhr sind die Bewohnerinnen und Bewohner von Hennigsdorf Nord besonders angesprochen. Nach einer kleinen Eröffnung durch Bürgermeister Thomas Günther können ab 11.30 Uhr Interessierte an einer etwa einstündigen Führung durch den Kiez teilnehmen.

Es geht auf Wohnhöfe, teils gerade im Bau oder bereits saniert, über den Grünzug am Quartierseingang und dann zurück zum bunten Treiben vor der abrissreifen Schwimmhalle. Planer und Vertreter beteiligter Eigentümer wie der Hennigsdorfer Wohnungsbaugesellschaft HWB sowie der Genossenschaft Einheit WGH begleiten und erzählen aus ihren Projekten.

Das alte Stadtbad erhält während dieses Tages der Städtebauförderung noch einmal einen frischen Anstrich – gesprayt von Jugendlichen und Kindern der Grundschule Nord. Wer sich mit Spraydose und unter Anleitung am Lost Place verewigen will – zumindest temporär bis zum Abriss des Betonbaus – kann das ausgiebig tun.

Auf der Rigaer Straße und der Wiese vor dem früheren Aqua-Stadtbad herrscht Trubel. Auf Plänen und Karten lassen sich die Plangebiete genauer betrachten, die noch die helfenden Hände der Bewohnerinnen und Bewohner brauchen. Fachleute erläutern die Vorschläge, die es gibt.

Was wünschen sich die Nordlerinnen und Nordler für die Fläche? Was soll entstehen? Die Bürgerbeteiligung, die es auch online weiterhin bis zum 25. Mai gibt, findet laut Projektleiter Mathias Teuber aus dem Fachdienst Stadtplanung später Eingang in die Variantenpläne. Über die Vorentwürfe haben dann die Stadtverordneten das letzte Wort in Richtung künftiger Entwicklung des Wohngebietes.

Grundlage für Veränderungen in Nord ist das Quartiersentwicklungskonzept, das aus mehr als 90 Einzelvorhaben besteht und Anfang 2023 beschlossen wurde. Inzwischen gibt es ein Büro für das Quartiersmanagement in Nord und einen größeren Nachbarschaftstreffpunkt als Anlaufpunkt für die Menschen.

Die Genossenschaft Einheit und die Hennigsdorfer Wohnungsbaugesellschaft mbH sind aktiv beteiligt, gestalten Innenhöfe neu, pflanzen Stadtgrün nach und werten das Leben im Plattenbaugebiet auf. 1,2 Millionen Euro aus dem Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ geben Bund und Land zu Umsetzung städtischer Pläne wie dem Stadtbad-Abriss aktuell dazu. Die Stadt kofinanziert das Ganze mit weiterhin 600.000 Euro, also einem Drittel der Gesamtkosten.

Was in Nord passiert, wer sich sozial vernetzt und die Nachbarschaft belebt – alle diese Protagonisten von Tagespflege bis Mobiler Jugendarbeit, von Nachbarschaftstreff bis hin zur Grundschule wollen sich vorstellen und bekannter machen. Dazu spielen Schülerbands, zum Beispiel Mrs. Mutig oder Dichta als Singer-Songwriter und HipHop-Musiker, N-Ø-A-H mit Elektro und Techno-Musik sowie Mr. Walkman als DJ sowie Onilo & KMC1 mit HipHop. Auch Der Liedermaler mit Coversongs auf der Akustikgitarre unterhält das Publikum bis zum Abend. Die Musikschule entsendet ihre Coverband.

Die Grundschülerinnen und -schüler, die von ihrer Schulhofseite eine Wand der alten Schwimmhalle besprühen können, sind zudem mit einem Kuchenbasar aktiv dabei. Kleine Preise wie der Stadtgutschein winken vor Ort für das Mittun und verschiedene angebotene Aktivitäten.

Den Stadtteil Nord aufzuwerten und das auch gemeinsam zu feiern, ist erklärtes Ziel des Tages. „Wir wollen zeigen, was wir vorhaben und gemeinsam mit der Einwohnerschaft planen und umsetzen wollen“, fasst Mathias Teuber zusammen. Es lebt sich gut in Nord – und bald noch schöner.

Wer sich noch online beteiligen und einen Fragebogen beantworten möchte, kann das unter ww.hennigsdorf.de/nord tun.