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Ein Handwerk mit viel Fingerspitzengefühl

Datum: 09.10.2026

Stippvisite in der Dental Keramik Hennigsdorf an der Veltener Straße

Familie Feige betreibt ein höchst seltenes Handwerk. Vater Jürgen und nun auch Sohn Lars Feige haben sich damit in Hennigsdorf und in der Region längst einen Namen gemacht, der für Qualität und Service steht. Mehr als 6000 Kronen, Brücken, Spangen oder Prothesen fertigt der mittelständische Betrieb mit seinen 18 Beschäftigten im Jahr. Bürgermeister Thomas Günther und Wirtschaftsförderin Ines Hübner schauten nun an der Veltener Straße vorbei.

Die Werkstätten und Labore, in denen Frauen und Männer, darunter auch einige Auszubildende, ihrem Handwerk nachgehen, wirken hell und aufgeräumt. Noch immer – trotz 3-D-Drucker für das Herstellen von Modellen oder CAD-CAM-Anlage für die Fräsarbeiten – bleibt vieles reine Handarbeit. Das braucht vor allem räumliches Vorstellungsvermögen und viel Fingerspitzengefühl. Jeder Zahn ist individuell, jedes Gebiss besonders.

Auch wenn selbst KI zunehmend ein Thema in dem Beruf des Zahntechnikers wird. Vom Scannen des Gebisses eines Patienten bis hin zum Datentransport über die Cloud – jede Auftragsarbeit aber bleibt weiter ein Einzelfall. Deshalb ist Meister Feige selbst vor Ort, schaut sich Patienten genau an oder ist mit den etwa 30 Zahnärzten, die seine Kundschaft zwischen Berlin und Oberhavel bilden, im direkten Austausch. Auch in seinem Betrieb an der Veltener Straße in Hennigsdorf, den er nach dem Auszug der E.dis erworben hatte, steht einer der wenig geliebten Zahnarzt-Stühle.

Für den Meister in der Dental Keramik Hennigsdorf GmbH, Lars Feige, ist das Handwerk trotz aller Modernisierungen Feinstarbeit mit Händen und Köpfen. Trotz massiver Kostensteigerungen bis zu Problemen in der Personalgewinnung. Diese trägt er auch dem Bürgermeister und der Wirtschaftsförderin vor, die einige Themen im Gepäck mitnehmen. „Es ist erstaunlich, wie genau und nah am Patienten die Arbeit der Zahntechniker noch erfolgt“, schätzt Thomas Günther ein. Auch wenn ihm große Maschinen lieber sind, staunt er sehr über die vielen kleinen Handgriffe, die nötig sind, um passenden Zahnersatz zu fertigen.

Für Ines Hübner ist vor allem interessant, wie dem Betrieb unter die Arme gegriffen werden kann. Zum Beispiel auch, um Ausbildung am Standort zu sichern. „Der Austausch vor Ort ist wichtig. Nur so wissen wir um unsere Betriebe und ihre Sorgen und können in manchen Fällen auch hilfreich sein.“

Wer sich für den Beruf interessiert, muss keinen bestimmten Schulabschluss nachweisen. Wichtig sind handwerkliches Geschick und sorgfältiges Arbeiten. Auch räumliches Vorstellungsvermögen ist von großem Vorteil, um Kronen, Brücken, Implantate und Inlays zu fertigen. Die Arbeit mit unterschiedlichen Materialien, aber auch der genaue Blick auf Schattierungen und Unebenheiten – es hat fast etwas Künstlerisches, um die perfekten Zähne zu kreieren. Schließlich muss am Ende alles passen.

Zahntechnikermeister Feige und seine Zahntechnikerinnen und -techniker sind sich ihrer besonderen Verantwortung bewusst. Jeder Zahnersatz ist ein Unikat – so einzigartig wie die individuellen Wünsche und persönlichen Präferenzen der Patienten. Die faszinierend natürlich wirkenden Kronen, Brücken und vielen anderen Formen des Zahnersatzes werden nach Maß gefertigt. Dafür stehen innovative Technologien und handwerkliche Fertigungsverfahren zur Verfügung. Biokompatible Materialien garantieren höchste Verträglichkeit. Und die enge Kooperation mit dem Zahnarzt vor Ort sichert ein Höchstmaß an Qualität.